Ihr eröffnet mir hier ganz neue Perspektiven des Imkerns! Danke!
Ich habe noch etwa 25 kg Honig vom letzten Jahr übrig, die ich kaum noch verkaufen kann, ehe die neue Ernte eingefahren wird.
Wenn ich diesen Honig, der einen Wassergehalt von etwa 18 % aufweist (Konsistenz: chremig), verfüttern möchte, muss ich ihn sicher aufwärmen und mit Wasser verdünnen. Wieviel Wasser pro Kilo Honig müsste ich nehmen?
Davon wird oft abgeraten, wegen der eventuellen Gefahr, Faulbrutsporen in die Völker zu bringen. Ob und wie verdünnen je nach Situation, aufwärmen würde ich Honig gar nicht.
Wenn schon, dann füttere ich Honig nur unverdünnt. Der wird dann zwar langsamer abgenommen, bietet allerdings auch den Hefen kein geeignetes Milieu. Bienen futtern problemlos auch cremigen Honig.
Ich wusste gar nicht, dass es so viele Bienenparasiten gibt. Ich vermute, sie sind seit dem Auftauchen der Varroamilbe und deren Behandlung mit Milbenmitteln und Säuren gleich mit verschwunden. Gab es denn vor den Varroazeiten Probleme mit anderen Parasiten - außer mit der Tracheenmilbe, von der ich von Karl Kehrle weiß? Die Tracheenmilbe soll früher ja ein Problem für Bien und Imker gewesen sein, das dem der Problematik um die Varroamilbe nicht nachstand.
Von der Beschreibung (aus dem Jahre 1832!) her müsste es sogar die Varroamilbe sein. Die Tracheenmilbe kann es jedenfalls nicht sein, da sie zu klein ist, um sie mit bloßem Auge sehen zu können. Meine Mutter, gelernte Imkerin mit dem Wissen der 1940er Jahre, sagte, ihr sei ausschließlich die Tracheenmilbe als bienenschädliche Milbe bekannt.