Besser als biotechnisch!?




Hier stelle ich die von mir bevorzugte imkerliche Betriebsweise vor. Kritik und Diskussion sind erwünscht.

Re: Besser als biotechnisch!?

Beitragvon hanjoheyer » Do 2. Jun 2011, 10:16

Mir scheint die Verteilung des Öls im Wasser das Hauptproblem zu sein. Wie bekommt man das Öl in Milliarden winzigster Tröpfchen verteilt - etwa wie bei der Homogenisierung der Milch, bei der die Fetttröpfchen so klein gemacht werden, dass sie sich nicht mehr oben sammeln, um eine Sahneschicht zu bilden. Bei einem Verhältnis Öl zu Wasser von 1 : 500 sollten die homogenisierten, sehr kleinen, Fettröpfchen die Tracheen der Milben verstopfen, nicht jedoch die größeren Tracheen der Bienen.

Ich werde mir über derartige Behandlungen erst wieder den Kopf zerbrechen, wenn sicher ist, dass ich keine Chance habe, mittels "natürlicher Zuchtwahl" eine varroatolernte Biene zu bekommen.
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von Anzeige » Do 2. Jun 2011, 10:16

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Re: Besser als biotechnisch!?

Beitragvon irbis » Do 2. Jun 2011, 23:20

;)
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Re: Besser als biotechnisch!?

Beitragvon hanjoheyer » So 17. Jul 2011, 09:54

Die Verwendung von Ameisensäure zur Varroaresistenzzucht ist nicht vom Tisch!

Normalerweise verwenden die hiesigen Imker nach meinen Informationen 4 x je 50 ml AS (60 %ig) + Oxalsäure im Dezember. (Das macht 200 ml AS pro Volk)

Es würde bereits zur Resistenzentwicklung beitragen, wenn sich der Imker entschließen würde, jedes Jahr etwas weniger AS zu verwenden, bis die Überlebensquote um 60 - 70 % beträgt. Nehmen wir an, der Imker hat 20 Völker und verwendete bisher 200 ml x 20 = 4 Liter AS.

Er könnte sich jetzt entschließen, jedes Jahr pro 20 Völker einen halben Liter AS weniger zu verwenden. Wie er die Säure verteilt, ist seine Sache. Er könnte im übernächsten Jahr alle Völker nun noch dreimal mit AS behandeln oder einen Teil 4 und einen anderen Teil nur noch 2 x.

Es wird solange Jahr für Jahr reduziert, bis sich eine Überlebensquote zwischen 60 und 70 % einstellt. Haben 70 % oder mehr überlebt, wird die AS-Menge weiter gesenkt; haben weniger als 60 % überlebt, wird die Menge vorläufig nicht weiter gesenkt.

An der AS-Menge, die man im Schnitt pro Volk braucht, um die Überlebensquote auf 60-70 % zu halten, kann man den Varroa-Resistenzgrad ablesen.

Ich werde mir einen AS-Vorrat von x ml anlegen: Für 12 Völker je 100 ml AS (2-malige Behandlung) = 1,2 Liter plus 0,6 Liter (1 malige Bahandlung) = zusammen ca. 2 Liter AS für 25 Völker .
Alles Weitere muss die Zwischenbodenablegermethode erreichen. In einigen Jahren möchte ich die AS-Menge für sämtliche Völker zusammen auf einen Liter herunterfahren. Überleben damit über 70 % aller Völker, kann ich ganz auf AS verzichten.
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